Mittwoch, 6. Mai 2015

Urlaubsgutschein zum 50. Geburtstag als Inseltorte




Während die Vorbereitungen für die nächste Torte laufen, hier mal ein Projekt aus dem März. Wie sehr oft ein runder Geburtstag, dieses Mal sollte ein Reisegutschein verschenkt werden, also eine Insel-Torte! Auch für mich sehr lehrreich, denn Poel kannte ich vorher nicht...
und das, obwohl ich gefühlt mein ganzes Leben auf Fehmarn Urlaub gemacht hab und Poel quasi ein Katzensprung davon entfernt ist! Wenn es also mal wieder an die Ostsee geht, werde ich mir Poel sicherlich mal live anschauen. Als Karte kenne ich es jetzt ja schon ;)


Da diese Torte zumindest ein paar Kilometer gefahren ist und auch nicht direkt am "Liefertag" verzehrt werden konnte, hab ich mich für eine Italian Meringue Buttercreme entschieden. Buttercreme selbst finde ich immer viel zu mächtig, die Italien wird aber durch Eiweiß ergänzt und ist dadurch nicht ganz so butterig. Da das Eiweiß durch Hinzufügen von heißer Marmelade erhitzt wird, hat man hier bei guter Kühlung eine Füllung, die bis zu fünf Tage haltbar ist. Und ich muss sagen: die Verarbeitung und das Glätten der Torte fand ich angenehmer als mit Ganache, außerdem spart man sich so auch die zusätzliche Schoko-Schicht.

Alles an Deko ist aus Fondant, das Haus aus Blütenpaste. Für das Häuschen habe ich bereits drei Wochen vorher die Einzelteile ausgeschnitten und gut durchtrocknen lassen, damit sie sich beim Zusammenkleben nicht mehr verbiegen. 

Biskuitteig hell

6 Eier, getrennt
200 g Zucker
100 g Mehl
100 g Speisestärke
25 g Puddingpulver Vanille
1 TL Backpulver

Zuerst die (26er) Springform vorbereiten: den Ring der Springform fetten, den Boden mit Backpapier auslegen und den Rand außen herum nach der Isoliermethode mit in-Alufolie-gewickelte-nasse-Küchenrolle einwickeln.
Das Eiweiß steif schlagen, dabei den Zucker nach und nach hinzufügen. So lange rühren, bis eine glänzende Masse entsteht. Die Eigelbe nach und nach unterrühren. Das Mehl mit Speisestärke, Puddingpulver und Backpulver mischen und darüber sieben. Alles vorsichtig mit einem Teigschaber oder großen Löffel unterheben. Biskuitmasse in die Springform geben und glatt streichen. Bei 175 Grad ungefähr 30 Minuten backen.

A Propos Springform: die nutze ich hier gar nicht. Aber ich denke, die meisten haben eine zu Hause, daher die Anleitung darauf angepasst. Wenn ihr euch aber mal etwas gönnen möchtet, schaut mal nach den Performance Pan-Backformen von Wilton: die sind gar nicht so teuer, aus Aluminium und bisher habe ich damit die besten Erfolge gegen den "Hubbel" gehabt. Meine hat 25,4cm Durchmesser, daher sollte eine 26er Springform ebenfalls passen. So sieht der Biskuit dann aus, nachdem er wie immer kopfüber ausgekühlt ist:



Italian Meringue Buttercream
Rezept nach Ofenkieker 

5 Eiweiß
1 Prise Salz
¼ TL Zitronensäure (oder nach Geschmack)
340g Marmelade (ich hatte Erdbeere)
500g Butter

Vorab: Küchenmaschine hilfreich! Da alles sehr lange geschlagen wird, habe ich zwischen Maschine und Handmixer gewechselt, da meine Küchenmaschine max. 10 min betrieben werden darf.... irgendwann, wenn ich groß, stark und reich bin, dann, ja dann kaufe ich mir eine Kitchen Aid! :D

Das Eiweiß steif schlagen, dabei Salz und Zitronensäure einrieseln lassen. Die Marmelade in einen kleinen Topf geben und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Die heiße Marmelade im dünnen Strahl zu den Eiweiß gießen, dabei weiter rühren. Das Eiweiß etwa 10-15min steif schlagen. Die Masse wird glänzend, dickcremig und nimmt stark an Volumen zu. Es sollte so lange gerührt werden, bis der Eischnee sich nur noch lauwarm anfühlt. Das ganze kann beschleunigt werden, in dem man die Masse in einem kalten Wasserbad rührt (daher der Handmixer, die Maschine passt so schlecht in die Spüle^^).
Dann wird die Butter in kleinen Würfeln nach und nach untergerührt. Dabei ist die Creme zunächst luftig, verliert dann an Volumen, sieht aus wie geronnen und verbindet sich schließlich zu einer seidig-glatten Creme. Einfach so lange weiter rühren, bis die Creme erkennbar ist. Kann dauern!

Mit der Menge an Creme habe ich die Torte in der Mitte gefüllt (ca. 1cm dick) und sie von außen eingestrichen. Viel ist dann nicht mehr übrig geblieben. So sah die eingestrichene Torte aus:


Vor dem Eindecken mit Fondant habe ich die Torte über Nacht gut durchkühlen lassen, damit die Creme auch fest ist. Dann kam "nur" noch folgendes: Torte eingedeckt, Grundriss der Insel mit einem Cuttermesser ausgeschnitten und gaaaanz leicht angefeuchtet aufgelegt. Buchstaben ausgestochen und mit essbarem Kleber aufgeklebt. Die Wellen ebenfalls mit einem Cutter ausgeschnitten, Tortenrand mit essbarem Kleber eingestrichen und dann die Wellen angedrückt. Das Häuschen war (allein wegen des Transportes!) nicht fest, sondern konnte nach Belieben gestellt werden.


An dem roten Punkt ist übrigens die Stadt Malchow, dahin geht die große Reise!

Wenn ihr jetzt auch Lust auf Me(h)(e)r bekommen habt, legt los! Fahrt an die Küste oder backt euch nen Urlaub.

Liebe Grüße,
Petie

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